Das Geheimnis des Gelingens

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Öffentliche Veranstaltungsreihe

In der IZNE-Reihe „Das Geheimnis des Gelingens“ werden gelungene Projekte vorgestellt, die deutlich machen, welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit Erziehung und Bildung, eine Partnerschaft, eine Unternehmenskultur oder auch einfach nur Heilung gelingen kann. Die Projekte sind auch Beispiele wie unsere Lebenswelt in ihrer Komplexität, ihrer Vielfalt und ihrer Schönheit auch für unsere nachfolgenden Generationen erhalten werden kann. Mehr Informationen zur Veranstaltungsreihe erhalten Sie hier.

Überblick Veranstaltungen :

18.01.2011: W. Bossinger: “Wie aus Krankenhäusern singende Gesundwerdhäuser werden”
01.02.2011: M. Rasfeld: “Stell Dir vor, es ist Schule und alle wollen hin”
01.03.2011: G. Werner: “Die Treppe muss von oben gefegt werden: Führung in gelingenden Unternehmen“
31.05.2011
: Hans Popp: “Solare Zukunft in Deutschland – Eine Stadt schafft die Energiewende”
20.08.2011: Walter Girschner mit Studierenden und der Naturtonmusiker Bardo: “Studieren mit Klang – Lernen als soziales Kunstwerk”

18.1.2011 in der Nikolaikirche in Göttingen
Wolfgang Bossinger,
Diplom-Musiktherapeut; Vorstand Deutsche Stiftung Singen, Ulm; 1. Vorsitzender von Singende Krankenhäuser – internationales Netzwerk zur Förderung des Singens in Gesundheitseinrichtungen e.V.
“Wie aus Krankenhäusern singende Gesundwerdhäuser werden”

Vorgestellt wird die Arbeit der gemeinnützigen und internationalen Organisation „Singende Krankenhauser e. V.“, die Kliniken, therapeutische Einrichtungen und Altenheime dabei begleitet, die heilsame Wirkung des gemeinsamen Singens nutzbar zu machen. Beim gemeinsamem Singen werden Erfahrungen tiefer Gemeinschaft ermöglicht und es entstehen soziale Netzwerke, in denen psychisch oder körperlich kranke Menschen sich gegenseitig darin unterstützen, Krisen, Krankheit und Ohnmacht zu überwinden. Aber auch Einsamkeit und Isolation kann überwunden werden und die Lebensqualität gesteigert werden. In dem Vortrag werden aktuelle Forschungsergebnisse zu gesundheitsfördernden Wirkungen des Singens erläutert und Filmbeispiele aus Kliniken gezeigt. Anhand einfacher praktischer Singübungen und Lieder werden von Wolfgang Bossinger und Katharina Neubronner (2.Vorsitzende von Singende Krankenhäuser e.V.) die heilsamen Wirkungen des Singens unmittelbar im Rahmen der Veranstaltung erlebbar gemacht.

1.2.2011 in der Nikolaikirche in Göttingen
Margret Rasfeld, Schulleiterin Evangelische Gesamtschule Berlin Zentrum
“Stell Dir vor, es ist Schule und alle wollen hin”

Margret Rasfeld beschreibt, wie es ihr gelungen ist, in Berlin eine Schule so umzugestalten, dass die SchülerInnen nicht nur eigenverantwortlich lernen und Aufgaben im Gemeinwesen übernehmen. Sie führen inzwischen sogar stark nachgefragte Fortbildungen für Schulleiter und Lehrer durch und begeistern so andere Schulen für dieses Konzept. (www.ev-zentrum.de).
Zu diesem neuen Schulkonzept gehört ein Leitbild, das den Geist dieser Schule bestimmt. Dort heißt es: Wir wollen ein ‘Haus des Lernens’ sein, in dem alle willkommen sind. Kinder mit Begabungen aller Art, Kinder mit Handicap und Kinder aus vielen Kulturen können sich in unserer Schule angenommen fühlen. Das ermöglicht, das „Zusammenleben-lernen“, eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, nachhaltig zu lernen.
“Als evangelische Schule wollen wir ein Beispiel einer solidarischen und tragenden Gemeinschaft sein. Wir wollen, dass alle Kinder Mut zu und Freude an sozialer und ökologischer Verantwortung entwickeln. Verantwortung lernen und Engagement im Gemeinwesen sind zentrale Elemente unserer Lernkultur. Unsere Schule will ein kulturelles Forum und ein Marktplatz für Impulse für die Schul- und Stadtteilentwicklung sein und werden. Wir wollen, dass in unserem ‘Haus des Lernens’ ein Geist der Offenheit und des gegenseitigen Vertrauens lebt, der Kooperation, Team-Geist und eine faire Feedback-Kultur zwischen allen Gruppen ermöglicht.”
Wie dieses Leitbild in der Ev. Gesamtschule in Berlin im täglichen Schul- und Unterrichtspraxis umgesetzt wird, erfahren Sie an diesem Abend.

1.3.2011 in der Nikolaikirche in Göttingen
Prof. Götz Werner, Unternehmensgründer der dm-Drogeriemärkte, Karlsruhe
“Die Treppe muss von oben gefegt werden: Führung in gelingenden Unternehmen“
Prof. Götz Werner hat mit der dm-Marktkette ein nicht nur gelungenes, sondern auch sehr erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Er bezeichnet sich als Arbeitnehmer und seine Mitarbeiter als Arbeitgeber und beschreibt in seinem Vortrag, wie sich die Beziehungskultur in einem Unternehmen verändert, wenn man für seine Mitarbeiter Raum für die Entfaltung von Eigeninitiative schafft.

“Die Anwendung eines betont unautoritären Führungskonzepts, intern von Werner Dialogische Führung genannt, beruht auf den Grundwerten von Verständnis und Respekt. Der Dialog wurde der Anweisung vorgezogen. Einen ungewöhnlichen Weg zur Förderung der betrieblichen Zusammenarbeit und damit auch der Persönlichkeitsentwicklung ging Werner, indem er auf einer Offenheit für Neues bestand.” “Die Filialen haben umfangreiche Selbstverantwortung und Eigenkontrolle. Heute bestimmen die dm-Filialen vor Ort selbst ihr Sortiment, ihre Dienstpläne, zum Teil die Vorgesetzten und sogar die Gehälter. Dieser Gestaltungsspielraum der Mitarbeiter bei Entscheidungen ist nach Ansicht von Analysten der Grund für konkurrenzfähige niedrige Preise bei vielen Produkten sowie eine hohe Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit.” (aus Wikipedia).

31.5.2011 in der Nikolaikirche in Göttingen
Hans Popp, Bürgermeister der Stadt Merkendorf in Franken
“Solare Zukunft in Deutschland – Eine Stadt schafft die Energiewende”

Hans Popp hat seine Stadt und die umliegenden Dörfer innerhalb weniger Jahre auf vor Ort verfügbare erneuerbare Energiequellen umgestellt und die notwendige Infrastruktur, z.B. mehrere Nahwärmenetze geschaffen. Heute wird in der Stadt etwa doppelt soviel Strom produziert, als sie selbst benötigt, und die Wärmeversorgung beruht zu einem großen Teil ebenfalls auf erneuerbaren Energien. Darüber hinaus wurde ein “Energiepark” errichtet, in dem mehrere Firmen Ausrüstungen für Erneuerbare-Energie Anlagen produzieren und der der Stadt eine Vervielfachung der Gewerbesteuereinnahmen beschert hat.
Die wichtigste Energiequelle für diesen Aufbruch ist Herr Popp selbst: in ungewöhnlich authentischer und liebenswürdiger Weise gelingt es ihm, die Menschen seiner Umgebung zur Reise in die solare Zukunft ganz selbstverständlich einzuladen, über Netzwerke, Foren, Arbeitskreise, Schulungen aber auch ungewöhnliche Kampagnen. Denn nicht den Zwang zur Veränderung sieht er als die treibende Kraft an, sondern das Abenteuer Nachhaltigkeit, das Quelle von Lebensfreude ist. Lassen Sie sich von seinem Esprit und Engagement anstecken: Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam Hans Popps “Geheimnis des Gelingens” abzulauschen.

20.8.2011 in der Nikolaikirche in Göttingen
Walter Girschner mit Studierenden und der Naturtonmusiker Bardo
“Studieren mit Klang – Lernen als soziales Kunstwerk”

Soziologieprofessor Walter Girschner und (ehemalige) Studierende der Universität Göttingen berichten unter musikalischer Begleitung von einem neuen, bereits vielfach bewährten Typs universitärer Lehre. Lernen wird hierbei als die Gestaltung eines gemeinsamen sozialen Kunstwerkes sowohl von Lehrenden als auch Lernenden verstanden, in dem Naturtonklänge eine gewichtige Rolle spielen können. Studieren kann so zu einem selbstbestimmten, sinnstiftenden und nachhaltigkeitsorientierten Prozess der eigenen Persönlichkeitsentfaltung werden. Der Naturtonmusiker Bardo (Tessiner Klanghaus, Schweiz) begleitet die Veranstaltung nicht nur musikalisch.




letzte Korrektur: 17.12.2011

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