Interdisziplinäres Zentrum für Nachhaltige Entwicklung

Das Interdisziplinäre Zentrum für Nachhaltige Entwicklung ist ein Zentrum an der Georg-August-Universität Göttingen.

Das IZNE sieht sich im Einklang mit dem Leitmotiv der Univer­sität Göttingen „in publica commoda“ der gesellschaftlichen Verant­wortung der Wissenschaft für eine friedliche, demokratische und humane Welt verpflichtet. Aufgrund der  Endlichkeit der Ressourcen und der begrenzten Belastbarkeit ökologi­scher und sozialer Systeme sehen die Mitglieder des Zentrums eine wesentliche Herausforderung darin, zur Entwicklung zukunftsfähiger Lebensweisen beizutragen.


Nachhaltige Entwicklung wird im IZNE als fortwährender, gesellschaftlicher Suchprozess verstanden, der zur Gestaltung einer Beziehungskultur dient, in der die Würde und Integri­tät jedes Lebewesens geachtet, geschützt sowie die Entfaltung seiner Potenziale gefördert wird. Dies umfasst die Förderung intra- und intergenerationaler Gerechtigkeit, einen vorsorgli­chen und schonenden Umgang mit Natur und Mensch, möglichst geschlossene Stoff­kreisläufe, möglichst geringe und effiziente Nutzung von Rohstoffen und erneuerbarer Energie, ver­bindliche Formen partnerschaftlicher Mitgestaltung der Bevölkerung, ganzheitlich qualifi­zierte Bildung sowie eine Kultur der wechselseitigen Anerkennung, Wertschätzung und Unterstützung, welche auf Dimensionen des „In-Beziehung-Seins“ zwischen Mensch-Mensch, Mensch-Gesellschaft sowie Gesellschaft-Natur beruht.

Das IZNE geht dabei davon aus, dass die Wechselwirkungen in unserer Mitwelt äußerst komplex sind und dass Problemzusammenhänge möglichst ganzheitlich zu betrachten sind. Daher werden analytisch-theoretisch fundierte mit hermeneutisch-interpretativen Forschungszugängen verbunden. Entsprechend sieht das Zentrum seine Arbeitsschwerpunkte in der interdisziplinären Forschung und der transdisziplinären Aktionsforschung – wie im „Göttinger Ansatz der Nachhaltigkeitswissenschaft“ beschrieben – sowie der Förderung einer forschungsorientierten Lehre.

Forschungsgegenstand des IZNE ist die Nachhaltige Entwicklung selbst mit ihren Voraus­setzungen – zum Beispiel wird die Dominanz technokratischer Problemlösungsmuster in der Nachhaltigkeitspraxis hinterfragt – wie auch die Erprobung möglicher Wege zur Nachhaltigkeit in Form gesell­schaftlicher Innovationen im sozio-ökonomischen System, etwa auf den Themenfeldern des Konsums und des Umgangs mit Mensch, Tier und Natur. Aus Sicht des IZNE kommt dabei der Suffizienzproblematik, das heißt Fragen der Ge­staltung und Organisation von nachhaltigen Lebenskulturen eine besondere Rolle zu.

Vor diesem Hintergrund fördert das IZNE den Dialog über Wege zur Nachhal­tigkeit, indem es sowohl den Wissenstransfer in die gesellschaftliche Öffentlichkeit betreibt als auch den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft strukturiert sowie verbindlich und lebendig gestaltet. Das IZNE strebt an, Prozesse „sozialer Erfindungen“ für eine bessere Welt anzuregen und durch eigene For­schungen aktiv zur Gestaltung und Verbreitung solcher Innovationen beizutragen. Das IZNE hinterfragt sein eigenes sowie das menschliche Wirken auf dessen Sinnbezug zur Nachhaltigkeit und fördert damit eine kritische und reflexive Haltung der an der Universität Göttingen und im Umfeld Tätigen.

In der Lehre fördert das IZNE im humboldtschen Sinne kreativitätsfördernde Freiräume, also ein geistiges und so­ziales Umfeld mit musischen, ästhetischen und kontemplativen Elementen, um ein verantwortungsvolles wissenschaftliches und gesellschaft­liches Bewusstsein und Selbstverständnis zu entwickeln. So kann das Studium als subjektiv sinnvolle Tätigkeit, als selbstbestimmt emanzipatorischer Prozess erlebt werden, in dem alle Beteiligten ihre persönlichen Potenziale einbringen und entfalten können.


» Aktuelles

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IZNE-Fachtagung “Energie, Ernährung und Gesellschaft” thematisiert das Spannungsfeld der Bioenergie-Nutzung [mehr...]


» Aktivitäten im IZNE

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Zu den zentralen Aktivitäten des IZNE in Forschung, Lehre und außeruniversitärem Engagement zählen

» die Entwicklung, Koordination und Durchführung von interdisziplinären Forschungsprojekten zur nachhaltigen Entwicklung und zum Lebenskulturwandel,

» die Organisation von Ringvorlesungen, Symposien und Fachtagungen,

» die Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Einrichtungen, wie z.B. Unternehmen, Agenda 21-Gruppen und Nicht-Regierungs-Organisationen auf kommunaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene sowie

» Unterstützung der Universität bei der internen Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten.

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» Handlungsfelder im IZNE

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Die Arbeit des IZNE konzentriert sich dabei im Wesentlichen auf folgende drei Handlungsfelder

» Energie und Gesellschaft [mehr...]
» Bildung [mehr...]
» Dialog und gesellschaftliche Transformation [mehr...]

Die Mitglieder des Interdisziplinären Zentrums für Nachhaltige Entwicklung an der Georg-August-Universität Göttingen (IZNE) verfolgen das Ziel, in Forschung und Lehre ökologische, ökonomische und soziale Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung integrierend zu bearbeiten. Hierdurch soll zur Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen bei gleichzeitiger Erhaltung der natürlichen Mitwelt auf der Grundlage der AGENDA 21 [pdf] beigetragen werden.




























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Letzte Aktualisierung: 23.10.2013

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